Taiko & Inklusion – Rhythmus verbindet!

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Eigentlich wäre es ideal, wenn dieser Beitrag zum Thema Taiko + Inklusion gar nicht existieren müsste! Wäre es nämlich Normalität, dass Menschen nicht aufgrund ihrer unterschiedlichen körperlichen, geistigen, sozialen Voraussetzungen oder ihrer Herkunft in getrennte Klassen, Schulen und (Denk-)Systeme eingeordnet würden, sondern ganz selbstverständlich am breiten Geschehen der Gesellschaft beteiligt wären, dann wäre es nicht nötig das Thema Inklusion so in den Vordergrund zu heben. Dann wäre es und dann wären alle einfach „ganz normal“, so wie sie sind und man müsste gar nicht viel davon reden!

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Kodo in Hannover – unerreichte Konzentration und Härte

Kodo

Das letzte Mal dass ich Auftritte von Kodo gesehen hatte war vor etwa 9 Jahren in Japan. Einmal war das ein spezielles Doppelkonzert, bei dem sowohl Gocoo als auch Kodo auftraten (allerdings nicht gemeinsam) und später sah ich noch einen kleinen kostenlosen „Promotion“-Auftritt von Kodo in einer U-Bahn-Station in Tokyo. Die beiden Auftritte waren damals für mich beeindruckend, aber keinesfalls rissen sie mich total vom Hocker. In meiner damals noch ziemlich frischen Begeisterung für das Taiko von Tawoo Dojo und Gocoo wirkte Kodo für mich im direkten Vergleich wie das „alte“, dass ich gerade zurückgelassen hatte. Dieser Eindruck wurde unterstützt durch die unglaublich „feste“ und „stramme“ Spielweise die Kodo kennzeichnet. Dies stand im krassen Gegensatz zu dem was ich gerade im Tawoo Dojo gelernt hatte: Die Power die gerade durch eine grundsätzlich lockere Körperhaltung und dem Einsatz fließender Bewegungen erreicht werden konnte. Das sah bei Kodo alles andere als locker aus. Vielmehr schienen die Spieler eine permanente Spannung aufrecht zu erhalten, die auch eine unglaublich große Körperkraft erforderte.

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Kengaku – Lernen durch Beobachtung

Es ist Zeit, diesen Blog mal wieder etwas zu beleben, er hat in letzter Zeit doch viel zu wenig Zuwendung erfahren.

Ich möchte über ein Thema schreiben, dass für mich ein sehr wichtiges und essentielles Element das Taiko-Unterrichts darstellt. Das Beobachten, Zuschauen. Im japanischen gibt es dafür den Begriff Kengaku (見学). Das Wort setzt sich zusammen aus den beiden Schriftzeichen für „Sehen“ und „Lernen“. Dass es hierfür keine direkte oder wirklich passende Übersetzung ins Deutsche gibt, ist kennzeichnend für zwei unterschiedliche Lernkulturen. „Kengaku – Lernen durch Beobachtung“ weiterlesen

Ein Besuch im Onsen (natürliche heiße Quelle)

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Im folgenden ist eine Möglichkeit beschrieben, ein japanisches Onsen im März in Hokkaido zu besuchen:

Man zieht am Eingang die Schuhe aus, genießt die dadurch gewonnene Gemütlichkeit und betritt den Umkleideraum für das jeweilige Geschlecht.

Man zieht sich aus und betritt den Waschraum. Man sucht sich einen freien Platz, setzt sich auf ein Waschhöckerchen und beginnt sich (wenn man möchte mehr oder weniger rituell) gründlich zu waschen.

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Tawoo und Hühnereier

Am Dienstag war der erste Übungstermin im Tawoo Dojo. Diese Übung begann mit für Tawoo-Verhältnisse wenigen Teilnehmern, es waren am Anfang nur ca. 15 Leute. Das ändert sich aber für gewöhnlich im Tawoo Dojo immer im Laufe des Abends, da dann immer mehr Teilnehmer nach der Arbeit hinzustoßen. In diesem Fall steigerte sich die Teilnehmerzahl bis zum Ende der Übung auf geschätzte 40-45 Teilnehmer.

Geübt wurde eine schnelle Version des Tawoo-Stücks T3. Ich hatte diese T3-Version das erste mal bei Tawoo Rhythm, dem jährlichen Taiko-Festival des Tawoo Dojo vor 2 Jahren gesehen und war schon damals von der wahrlich „explosiven“ Energie, die dieses Stück ausstrahlt begeistert!

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