Tawoo Rhythm 2016

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English: This year Tawoo and Gocoo turned 20 years old, so the annual taiko festival of Tawoo „Tawoo Rhythm“, which is already a great event, turned into a big birthday party! With 168 performers on stage, many fantastic teams of Tawoo Dojo, the partner dojos in Hokkaido, Ise and Germany (the German team was only Ingmar this time, supported only by Bea from Kion Dojo…), Usagi Daiko and Gocoo. It was so great to be there and to celebrate this wonderful world of taiko that Kaoly Asano and everyone who supported her has created over the years! „Tawoo Rhythm 2016“ weiterlesen

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Taiko and Community

Last Sunday I went to a rehearsal in Tawoo Dojo again after a long time. It was a rehearsal of the mens team, that, as you can guess from the name, consists only of men, as a counterweight to the 60-80% of women in Tawoo Dojo. What the mens team is really good at, is to create a very energetic taiko, by using a very powerful way of playing and lot’s of voice and shouting. It lets other taiko performances look – sorry to say this – relatively comatose, I’m saying this without exaggeration. And for this team it’s not embarrassing at all, to be seen as bawling soccer fans… at least that’s what members of Kion Dojo said, when I showed them a video of the mens team many years ago. Of course there is only little connection between soccer and taiko (or maybe more than I am pleased to know). It is hard to do anything against associations, that come up, when people experience something for the first time. And the first thing, that came to the minds of the Kion members, when they heard the singing and shouting members of the mens team (including me), were the sport fans, with (almost) the same level of musicality… I was angry about that kind of interpretation of the mens team in those days, since I had felt a completely different joy as a member of the mens team than when watching soccer. But know, by knowing more about cultural differences, I can understand their reactions better. Well sure, the Tawoo men play taiko just a little less gracefully than the Tawoo women. „Taiko and Community“ weiterlesen

Taiko und Gemeinschaft

Am Sonntag war ich nach langer Zeit wieder bei einer Tawoo-Probe in Japan. Es war eine Mens-Probe, ein Team, wie der Name schon sagt, das nur aus Männern besteht, ein Gegengewicht zu den ansonsten 60-80% Frauen, die im Tawoo Dojo trommeln. Was das Mens-Team besonders gut kann, ist mit einer äußerst kraftvollen Spielweise und überdurchschnittlich viel Einsatz der Stimme ein unglaublich energisches Taiko zu erschaffen, das zahlreiche andere Taiko-Auftritte, mit Verlaub, wie komatös gespielt aussehen lässt, ich übertreibe nicht! Und es ist diesem Team so gar nicht peinlich, manchmal wie grölende Fussballfans rüberzukommen, so hatten es jedenfalls ein mal Kion Dojo-Mitglieder aufgenommen, als ich ihnen vor vielen Jahren ein mal ein Video des Mens-Teams vorführte. Natürlich besteht nur wenig direkter Zusammenhang zwischen Fußball und Taiko (oder vielleicht doch mehr als mir lieb ist?), jedenfalls lässt sich schwer etwas gegen Assoziationen tun, die sich bei der Rezeption einer Sache bei Menschen automatisch einstellen. Und das erste was den Kion-Mitgliedern eben einfiel, als sie die singenden und rufenden Männer (mich eingeschlossen) von Tawoo hörten, waren eben die nur geringfügig minder musikalischen Sport-Anhänger. Ich ärgerte mich damals über diese Interpretation der Kion-Mitglieder, ich hatte doch meine Teilnahme im Männer-Team mit einer ganz anderen Freude als beim Fußball empfunden, inzwischen kann ich das aber durch einen neuen Blick auf kulturelle Unterschiede besser nachvollziehen. Klar, die Tawoo-Männer gehen auch wirklich etwas weniger grazil an die Taiko als die Tawoo-Frauen.. „Taiko und Gemeinschaft“ weiterlesen

Kengaku – Lernen durch Beobachtung

Es ist Zeit, diesen Blog mal wieder etwas zu beleben, er hat in letzter Zeit doch viel zu wenig Zuwendung erfahren.

Ich möchte über ein Thema schreiben, dass für mich ein sehr wichtiges und essentielles Element das Taiko-Unterrichts darstellt. Das Beobachten, Zuschauen. Im japanischen gibt es dafür den Begriff Kengaku (見学). Das Wort setzt sich zusammen aus den beiden Schriftzeichen für „Sehen“ und „Lernen“. Dass es hierfür keine direkte oder wirklich passende Übersetzung ins Deutsche gibt, ist kennzeichnend für zwei unterschiedliche Lernkulturen. „Kengaku – Lernen durch Beobachtung“ weiterlesen

Tawoo und Hühnereier

Am Dienstag war der erste Übungstermin im Tawoo Dojo. Diese Übung begann mit für Tawoo-Verhältnisse wenigen Teilnehmern, es waren am Anfang nur ca. 15 Leute. Das ändert sich aber für gewöhnlich im Tawoo Dojo immer im Laufe des Abends, da dann immer mehr Teilnehmer nach der Arbeit hinzustoßen. In diesem Fall steigerte sich die Teilnehmerzahl bis zum Ende der Übung auf geschätzte 40-45 Teilnehmer.

Geübt wurde eine schnelle Version des Tawoo-Stücks T3. Ich hatte diese T3-Version das erste mal bei Tawoo Rhythm, dem jährlichen Taiko-Festival des Tawoo Dojo vor 2 Jahren gesehen und war schon damals von der wahrlich „explosiven“ Energie, die dieses Stück ausstrahlt begeistert!

„Tawoo und Hühnereier“ weiterlesen

Fruchtbarer Boden im Taiko – Gras wächst nicht schneller wenn man dran zieht

Am Donnerstag fand die erste Probe des sogenannten „Tokuchuu-Joshi“-Teams unter der Anwesenheit von Kaoly statt. Für mich in Japan erst die dritte Probe überhaupt. Nun folgt nur noch eine Generalprobe am Samstag bevor dann am Sonntag das Tawoo Rhythm-Festival stattfindet. Und was war das heute für eine Probe! 4 Stunden bei schon (für deutsche Verhältnisse) recht hoher Luftfeuchtigkeit, wenn auch draussen nur 16 Grad sind und es regnet, läuft der Schweiss schon nach wenigen Schlägen.

Das Tokuchuu-Joshi-Team besteht aus 9 fortgeschrittenen Spielerinnen „Fruchtbarer Boden im Taiko – Gras wächst nicht schneller wenn man dran zieht“ weiterlesen

Mehr Wie als Was, aber Warum?

Der erste richtige Probentag für das in einer Woche stattfindende Tawoo Rhythm-Festival ist vorbei und ich bin teilweise beeindruckt, geschockt, inspiriert und eingeschüchtert. Warum, dazu mehr später.

So ein Probe läuft in etwa so ab, daß von 13 bis 21 Uhr in einem großen Saal geprobt wird. Dabei hat jedes Team das bei Tawoo Rhythm auftritt ca. 20 bis 30 Min. zu proben, während die anderen Teams schonmal das „Testpublikum“ bilden. Man schafft also möglichst realistische Bedingungen, damit der Gang auf die Bühne später nicht so ganz wie ein Sprung ins kalte Wasser wird. Währenddessen nimmt Kaoly, die Leiterin des Tawoo Dojo „Mehr Wie als Was, aber Warum?“ weiterlesen